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Projektbeschrieb Zubringer Rontal
Ziele
Der Zubringer Rontal verfolgt die folgenden Ziele:
- Bau einer neuen Strasse ins Rontal mit einer Kapazität von maximal 25'000 Fahrzeugen pro Tag, um das wirtschaftliche Potential dieser Region zu nutzen.
- Umwelt- und siedlungsverträglicher Strassenneubau, der sich optimal in die Landschaft eingegliedert und keine übermässigen Verkehrsimmissionen produziert.
- Entlastung von Root und von Buchrain vom Durchgangsverkehr, Plafonierung des Verkehrs in Ebikon-Zentrum.
- Erhöhung der Verkehrssicherheit durch Trennung des Zubringerverkehrs ins Rontal vom Langsamverkehr.
- Berücksichtigung der Interessen des öffentlichen Busverkehrs
- Wirtschaftlich optimaler Mitteleinsatz bezüglich Investitions- und Betriebskosten.
- Planung nach den neusten Standards und Sicherheitsvorschriften von Strassentunnels, unter Wahrung der budgetierten Kosten.
Linienführung
Die gewählte Linienführung des Zubringers ist aus einem aufwändigen Variantenstudium hervorgegangen. Sie minimiert die nicht zu vermeidenden negativen Auswirkungen und sie bietet den grösstmöglichen Nutzen für die zukünftige Entwicklung der Rontaler Gemeinden.
Der Zubringer beginnt beim zukünftigen Anschlussknoten an der Kantonsstrasse K 17 an der Grenze von Ebikon und Dierikon. Über eine offene Rampe führt der Zubringer zur Brücke über das SBB-Gleis und die Ron. Diese 160 m lange „Tunnel-Brücke“ ist aus Lärmschutzgründen als schlanker Hohlkasten ausgebildet. Dank dieser Tragstruktur kann der Zufahrtsdamm so tief als nur möglich gehalten werden kann. Die Brücke schliesst an einen im Tagbau erstellten Übergangsabschnitt fugenlos an den Tunnel an. Der anschliessende zweispurige Tunnel im Gegenverkehr hat eine Länge von 881 m, inkl. der beiden Tagbaustrecken von 95 m im Reusstal und 46.25 m im Rontal. Im Reusstal wurde der Tunnel so weit verlängert, dass das Westportal des in die Gewerbezone zu liegen kommt. Von dort führt die Strasse über eine nur 85 m lange offene Strecke zum Knoten Reussbrücke und danach schliesslich zum zweiblättrigen Vollanschluss Buchrain an die Autobahn A 14. Die Gesamtlänge des Zubringers beträgt 1’419 m. Mit der überdeckten Brücke und dem Übergangsabschnitt weist das Tunnelsystem eine Länge von insgesamt 1'041.25 m auf.
Umfang des Projekts und Bauteile
Das Projekt umfasst vom Autobahnanschluss her die folgenden Bauteile:
- T-Anschlussknoten an die Kantonsstrasse K 65 bei der Reussbrücke mit einer Rad- und Gehwegunterführung
- Verlegung der K 65 über das Tunnelportal und neuer T-Knoten an die Perlenstrasse
- Neubau der Bushaltestellen Fahr, Ersatzparkplätze für die aufgehobenen Parkplätze im Grundwald und verschiedene Anpassungen der Rad- und Gehwege
- Neugestaltung des Gebiets zwischen der alten Kantonsstrasse K 65 und dem neuen Zubringer
- Offener, 112 m langer Einschnitt West inklusive Tunnelzentrale West
- Zweispuriger, 881 m langer Tunnel mit einer Ausstellbucht pro Fahrtrichtung und einem 325 m langen Fluchtstollen zum Rontal hin. Die Ausführung erfolgt vorwiegend im Untertagebau, womit die Bauimmissionen möglichst klein gehalten werden.
- Tunnel-Brücke von 160 m Länge, wobei die Brücke im 46.25 m langen Tagbautun-nel fugenlos eingespannt ist. Im Widerlager ist die Tunnelzentrale Ost sowie der Ausgang des Fluchtstollens integriert
- 172 m langer Damm als Auffahrtsrampe zur Tunnel-Brücke
- Lichtsignalgesteuerter Anschlussknoten an die Kantonsstrasse K 17 im Rontal mit einer Rad- und Gehwegunterführung und der Umgestaltung eines etwa 500 m langen Abschnitts der Kantonsstrasse K 17.
Das Projekt für den Zubringer Rontal beansprucht relativ wenig Boden, da grosse Teile im Tunnel geführt werden. Auf Dauer werden zirka 31’500 m2 Land beansprucht und 10'300 m2 mit einer Dienstbarkeit belastet. Während der Bauzeit werden weitere 36'800 m2 vorübergehend als Installationsfläche benötigt.
Massnahmen für die Verkehrssicherheit und die Verkehrssteuerung
Die Verkehrssicherheit wird durch eine konsequente Trennung des motorisierten Individualverkehrs vom Langsamverkehr erhöht. Die Hauptverkehrsbeziehungen der Radfahrenden und der Fussgängerinnen und Fussgänger werden durch zwei breite, helle Unterführungen gesichert. Bei der Reussbrücke wird der Langsamverkehr, d.h. Fussgänger, Radfahrverkehr und Reiter und Reiterinnen über eine Passerelle direkt an das Naherholungsgebiet der Reuss angeschlossen. Der Tunnel ist für den Langsamverkehr gesperrt.
Der Tunnel und seine Einrichtungen erfüllen die neuen Tunnelbaunormen der SIA, die Astra-Richtlinie 2003 zur Lüftung von Strassentunnels im Gegenverkehr sowie die Sicherheitsempfehlungen der „Tunnel Task Force“, die vom Astra nach dem Brand im Gotthardtunnel eingesetzt wurde. Sie entsprechen damit dem neusten Stand der Technik. Die Fluchtwege betragen dank dem neuen Fluchtstollen maximal 255 m, was deutlich weniger als die zulässigen 500 m ist. Mit einem Computer gesteuerten Staumanagement wird ein Rückstau sowohl im Zubringertunnel als auch auf der Autobahn A 14 verhindert.
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